Foto: Zwei gleich hohe Stapel Münzgeld auf denen ein 50 Euro Schein als Hut gefaltet aufliegt und ein dritter kleinerer Münzstapel dazwischen

Sozialversicherungsrechtliche Behandlung von Geld- und Sachbezügen bei Geldleistungen der Gebietskrankenkasse

Erhält ein Dienstnehmer von seinem Dienstgeber Geld –oder Sachbezüge gleichzeitig neben einer Geldleistung aus der Krankenversicherung, stellt sich die Frage, wie diese beitragsrechtlich zu behandeln sind. Ein Beispiel ist, dass die Dienstnehmerin den Firmen-PKW während des Krankenstandes oder Mutterschutzes weiter verwenden kann.

Es müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein, um die Geld- und Sachbezüge beitragsfrei (lt. § 49 ASVG Abs. 3 Z 9) abzurechnen:

  • Es muss ein Anspruch auf eine laufende Geldleistung aus der Krankenversicherung bestehen (Die Höhe spielt dabei keine Rolle).
  • Die Bezüge müssen weniger als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor dem Eintritt des Versicherungsfalles betragen.

Bei der Ermittlung der vollen Geld- und Sachbezüge vor Eintritt des jeweiligen Versicherungsfalles werden geleistete Überstunden miteinbezogen. Im Falle der Mutterschaft sind die gesamten Bezüge vor dem Beschäftigungsverbot entscheidend. Sachbezüge während des Geldleistungsanspruches aus der Krankenversicherung dürfen nicht aliquotiert werden.

Wenn keine Geldleistungen während des Bezuges von Kranken- oder Wochengeld vom Dienstgeber, sondern nur Sachbezüge gewährt werden, besteht für diese Sachbezüge keine Beitragspflicht. Die Lohnsteuerpflicht ist aber grundsätzlich gegeben.

Wiedereingliederungsteilzeit

Bei einer Wiedereingliederungsteilzeit gebührt dem Dienstnehmer das zustehende aliquote Arbeitsentgelt sowie ein Wiedereingliederungsgeld vom Krankenversicherungsträger. Möchte der Dienstgeber jedoch freiwillig den Einkommensverlust des Dienstnehmers ausgleichen, wird dieser Zuschuss beitragsfrei behandelt, wenn er weniger als 50 % der vollen Geld- und Sachbezüge vor der Wiedereingliederungsteilzeit beträgt. Es muss sich dabei um eine freiwillige, also keine gesetzliche oder vertragliche Verpflichtung des Dienstgebers handeln.

Lesen Sie hier mehr zum Thema „Wiedereingliederungsteilzeit„.

 

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